Tipps für ein nachhaltiges Leben – Teil 1

Wir alle hinterlassen den sogenannten ökologischen Fußabdruck. Darunter versteht man die Fläche auf der Erde, die ein Mensch verbraucht, um seinen Lebensstandard zu halten. Deutschland liegt derzeit auf Platz 8 im weltweiten Vergleich des Ressourcenverbrauchs pro Kopf. Mit diesem Spitzenplatz leben wir auf einem riesigen Fuß. Würde jeder Mensch auf der Welt einen derart enormen Footprint nachahmen, würden wir gleich drei Planeten benötigen. In 2019 war der „Earth Overshoot Day“ – der Tag, an dem die Menschen die Ressourcen eines Jahres bereits verbraucht haben – bereits am 1. August! Fazit: Wir alle könnten sicher ein wenig nachhaltiger leben. In mehreren Teilen geben wir Ihnen einfache Tipps und Anregungen, wie Sie Ihren Alltag ohne grossen Aufwand nachhaltiger gestalten können.

1. Trinken Sie Leitungswasser
Leitungswasser ist das in Deutschland am strengsten kontrollierte Lebensmittel. Bei Bedenken können Sie einfach einen Wasserfilter benutzen. Nachhaltigkeitswert: Energie für das Abfüllen der Flaschen bzw. die Produktion der Plastikflaschen sowie für den Transport wird eingespart.

2. Essen Sie weniger Fleisch
Der Fleischkonsum steigt weltweit von Jahr zu Jahr an. Die Massentierhaltung gehört jedoch mit rund 18 Prozent Treibhausemissionen zu den Hauptverursachern der globalen Erwärmung. Sie belastet das Grundwasser, die Luft und den Boden durch Schadstoffe und benötigt riesige Mengen an Wasser und Energie. Die Deutschen essen im Jahr durchschnittlich fast 60 Kilogram Fleisch pro Kopf. Da ist durchaus Luft nach unten – die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt die Hälfte. Das wäre gesünder und nachhaltiger.

3. Kaufen Sie Lebensmittel bewusster ein
Wer Lebensmittel sorglos in den Müll wirft, handelt verschwenderisch – sowohl im Bezug auf die Lebensmittel selbst als auch auf die Ressourcen und die Energie, die zu deren Herstellung und Verpackung aufgewendet wurden.

4. Konsumieren Sie weniger
Brauche ich das wirklich? Ist dieser Gegenstand für mich nützlich? Macht mich der Besitz glücklich? Wie oft werde ich das Ding benutzen? Kann ich es selber machen, leihen, tauschen oder gebraucht kaufen…? Mit dem Hinterfragen des eigenen Kaufverhaltens findet man Alternativen. Und wenn Sie eine Sache doch neu kaufen (müssen) – wählen Sie einen fairen Produzenten. So konsumieren Sie am Ende kontrollierter und nachhaltiger.

5. Nehmen Sie zum Einkaufen Stofftüten mit
Auch eine Papiertüte, die biologisch abbaubar ist, kostet viel Energie in der Herstellung. Nehmen Sie zum Supermarkt am besten eine Stofftüte oder einen Rucksack mit.

6. Produzieren Sie weniger Müll
Verzichten Sie auf Frischhaltefolie, Alufolie, Gefrierbeutel und Küchenpapier. Diese Einwegprodukte sind unnötige Belastung für die Umwelt – ebenso wie die Coffee-To-Go-Becher. Bessere Helfer sind Tupperware oder der gute alte Schwamm, um sauber zu machen.

7. Verzichten Sie auf Strohhalme…
…und trinken Sie direkt aus dem Glas.

8. Upcyceln Sie
Schaffen Sie aus etwas Altem Neues – das fördert die eigene Kreativität und schont zugleich die Ressourcen. So kann man aus verschlissenen Jeans eine Einkaufstasche nähen, eine Thermoskanne ohne Deckel zu einer Vase umfunktionieren oder aus einem alten Wollpullover einen neuen stricken. Übrigens: Upcyceln macht mit Freunden und Familie doppelt Spass.

Redakteurin
Eva Tesar

Kategorie: TOP Themen