Nachhaltig leben und Gemüse selbst anpflanzen

Tipps für ein nachhaltiges Leben – Teil 2

Innerhalb von nur wenigen Tagen hat Corona so gut wie die gesamte Welt still gelegt. Milliarden von Menschen bleiben zu Hause und bringen dadurch die Umwelt positiv in Bewegung, denn die Einsparungen durch weniger (Urlaubs-)Reisen und geschlossene Betriebe, die nicht geheizt werden müssen, sind bereits jetzt enorm. Und das trotz des derzeit gestiegenen häuslichen Energieverbrauchs durch Kochen, Streamen oder die Auslieferung von Waren. Doch langfristig erholt sich die Umwelt nur, wenn wir auch nach Corona nachhaltig leben. Hier also Teil 2 zum Thema „Nachhaltig leben“.

1. Fahren Sie weniger Auto und verzichten Sie aufs Fliegen
Fahren Sie häufiger mit dem (Elektro-)Rad oder mit der (Strassen-)Bahn. Bilden Sie Fahrgemeinschaften – neudeutsch: Car-Pooling. Privat oder über Mitfahr-Agenturen. Das ist immer noch besser, als alleine im Auto zu sitzen. Oder gehen Sie zu Fuß. Ein wichtiger geschäftlicher Termin kann – wie Corona zeigt – auch per Web-Meeting durchgeführt werden. Man muss nicht von München nach Köln oder Berlin fliegen.

2. Sparen Sie Energie im Haushalt
Einfach und wirksam: Topf und Herdplatte sollten immer die gleiche Größe haben. Ausserdem werden Speisen in einem Topf mit Deckel schneller warm bzw. weich. Wenn Sie nur wenig Wasser benötigen – kochen Sie es in einem Wasserkocher vor. Beim Backen: Verlängern Sie die einfach die Backzeit für Kuchen & Co. statt den Backoffen vorzuheizen. Und wenn das Lieblingskleid in der Wäsche ist – Sie finden im Kleiderschrank sicher eine gute Alternative… Machen Sie es sich zur Gewohnheit, die Waschmaschine – und auch die Geschirrspülmaschine – erst dann einzuschalten, wenn sie wirklich voll sind. Für Kleidung reicht eine Temperatur von 30 oder 40 Grad. Verzichten Sie auch auf Vorwäsche und Trockner. Und lassen Sie warme Gericht abkühlen, bevor Sie sie in den Kühlschrank stellen. So geht Energiesparen ganz einfach.

3. Benutzen Sie Kaffee-Dauerfilter
… statt der üblichen Papierfilter. Steigen Sie um von den Kaffeekapseln auf Dauerfilter aus Metall oder Baumwollfilter – gibt es zum Beispiel im Teeladen.

4. Grillen Sie gern…?
… leihen Sie sich einen Grill im Freundeskreis anstatt einen (neuen) zu kaufen. Wenn Sie Alu-Grillschalen benutzen, waschen Sie diese aus und benutzen Sie sie mehrfach. Haben Sie einen Garten? Ihre Blumenbeete freuen sich über die kalte Grillasche – die in maßen als wirksamer Direktdünger dient.

5. Kaufen Sie saisonal und regional
Das ist besser als Bio. Der Grund: Nicht nur die Art der Züchtung (Bio/Gewächshaus) sondern auch der Transport zählen zur Ökobilanz. Saisonale Freilandtomaten aus Ihrer Region verursachen nur einen Bruchteil von CO2-Emmissionen als Bio-Tomaten aus dem Gewächshaus.

6. Verzichten Sie auf Billig-Mode (Fast-Fashion)
Kleider machen Leute. Stimmt? Stimmt. Hier gilt: Weniger ist mehr. Gönnen Sie sich gute Qualität und Langlebigkeit statt Plastikfaser und geringe Haltbarkeitsdauer. Oder kaufen Sie Second-Hand, tauschen Sie, (ver-)leihen Sie. Wenn Sie sich mit Freundinnen einen Kleidertool kreieren, ist der Kleiderschrank immer voll mit guter Fashion – und gutem Gewissen. So werden wertvolle Ressourcen wie Wasser und Boden geschützt.

7. Essen Sie weniger tierische Produkte
Fleisch ist das eine – aber auch Milch, Butter, Käse und Eier stammen von Tieren. Konsumieren Sie bewusst. Geringerer Eiverbrauch bedeutet beispielsweise, dass die Hühner tiergerechter gehalten werden könnten. Es gibt viele leckere Alternativen – für Eier beispielsweise Apflemus, Bananen, Sojamehl oder Backpulver.

8. Achten Sie auf umweltfreundliche Pflege
Bei Körperprodukten aber auch beim Spül- oder Waschmittel kann man vieles beachten: Duschgel ohne Mikroplastik, Deo ohne Aluminium, Gesichtscreme ohne Palmöl. Sie bestimmen die Konsequenzen Ihres Konsums.

Bleiben Sie gesund und leben Sie nachhaltig. Die Umwelt wird es Ihnen danken – ganz in Kneipp’s Sinne.

Eva Tesar hat in Göttingen Philologie studiert. Seit über 20 Jahren arbeitet sie als selbständige Journalistin und PR-Expertin für Tourismus, Hotellerie, Gesundheit, Gourmet und Lifestyle. Eva Tesar lebt in Hamburg-Rotherbaum und arbeitet auch als Kommunikationscoach.

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