Dankbarkeit Blogbeitrag

Die Kraft der Dankbarkeit

Man berichtet, Hillary Clinton nehme sich jeden Abend bis zu zwei Stunden Zeit, um allen Menschen zu danken, die sie unterstützen. Eine gute Idee, denn das Danken hat eine unmittelbare Wirkung auf unser Seelenleben.

„Dankbarkeit ist nicht nur die größte aller Tugenden, sondern auch die Mutter aller anderen“, stellte vor mehr als zweitausend Jahren bereits der römische Staatsmann und Philosoph Cicero fest. Diese Erkenntnis ist vom Judentum über den Islam bis hin zum Christentum bis heute fest verankert. Auch die moderne psychologische Wissenschaft hat in unterschiedlichen Studien die stabilisierende Funktion der Dankbarkeit eindeutig belegt.

Was ist Dankbarkeit?
Dankbarkeit ist die Fähigkeit zur Wertschätzung. Wer sich über Dinge freuen kann, wer sich bewusst macht, wie viele positive Aspekte es in seinem Leben gibt, der ist dankbar. Das wirkt Wunder auf das Wohlbefinden und sorgt für gute Laune. Damit ist die Dankbarkeit ein Schlüssel zum Glück und eine wichtige Voraussetzung für Zufriedenheit.

Wie entsteht Dankbarkeit?
Wer an etwas denkt, wofür er dankbar sein kann – zum Beispiel an eine geliebte Person, den letzten Urlaub oder das warme Wasser aus dem Wasserhahn – kreiert automatisch ein „Kopfkino“, das ein positives Gefühl und eine entsprechend grosse Endorphinausschüttung im Gehirn bewirkt. Eine der wichtigsten Voraussetzungen für Dankbarkeit ist jedoch Reflexion – denn nur wer über Erfahrungen und Erlebnisse bewusst nachdenkt, ist in der Lage, den Wert oder Nicht-Wert einzuordnen. Wer sich dessen bewusst ist, dass Güter wie Freundschaft, Frieden, Gesundheit, ein schönes Heim oder die wunderschönen Gänseblümchen im Garten nicht selbstverständlich sind, ist dafür dankbar.

In Studien hat man folgende positive Wirkungen der Dankbarkeit festgestellt:
Dankbare Menschen
· leiden weniger an körperlichen Beschwerden

· verfügen über eine höhere Fähigkeit mit Stresssituationen umzugehen
· sind weniger anfällig für Depressionen
· verhalten sich rücksichtsvoller und emphatischer und engagieren sich ehrenamtlich
· leiden seltener an Neidgefühlen
· ihre subjektiv empfundene Lebensqualität und ihr psychisches Wohlbefinden sind höher

Wie integriert man die Dankbarkeit dauerhaft in sein Leben?
Durch bewusste Ritualisierung. Die fällt religiösen Menschen meist leichter. Doch jeder kann in sein Leben Rituale der Dankbarkeit verankern. Wichtig dabei ist die kontinuierliche Wiederholung, möglichst zur gleichen Zeit und in der gleichen Weise. Man kann sich beispielsweise vornehmen, jeden Morgen nach dem Aufwachen fünf Dinge aufzuzählen, für die man an dem Tag dankbar ist – Gesundheit, Familie, erfüllende Arbeit, ein erfolgreicher Abschluss…

Dankbarkeit – ein Glücksgarant
Man muss also wissen, worüber man sich freut – dafür ist das tägliche Ritual perfekt geeignet. Denn nur indem man Dinge wertschätzt, kann man sich wirklich darüber freuen. Übrigens: Es tut auch gut, sich bei jemandem direkt zu bedanken – durch einen Anruf, eine Postkarte oder eine E-Mail. Eine Geste, die Wunder wirkt – ob beim Kollegen, Nachbarn, einer Freundin oder einem Postboten. Und auf keinen Fall sollte man beim Danken die eigene Familie vergessen.

Fazit: Je dankbarer man ist, desto glücklicher ist man.

Eva Tesar hat in Göttingen Philologie studiert. Seit über 20 Jahren arbeitet sie als selbständige Journalistin und PR-Expertin für Tourismus, Hotellerie, Gesundheit, Gourmet und Lifestyle. Eva Tesar lebt in Hamburg-Rotherbaum und arbeitet auch als Kommunikationscoach.

Kategorie: Balance
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