Haut vor der Sonne schützen mit Hut und Sonnebrille

Hochsommer: Was die Haut jetzt braucht

Der heisse Sommer bleibt in diesem Jahr wohl aus. Doch auch bei moderaten Temperaturen versprüht die Sonne ihre Kraft und kann die Haut dauerhaft beschädigen. Mit einigen Verhaltensregeln und der richtigen Pflege kann man die Haut gut schützen und die Sonne ohne Reue geniessen. Übrigens: 75% der schädlichen UV-Strahlen bekommt man ab, wenn man die Haut zwischen 11 und 15 Uhr der direkten Sonne aussetzt.

Sonne ist unser Lebenselixier

Die Sonne stärkt den Organismus und die Psyche, sorgt für die Knochenbildung und für gute Laune. Ferner regelt sie durch das sogenannte Sonnenvitamin (Vitamin D) den Kalzium-Haushalt. Vitamin D ist das einzige Vitamin, das der Körper aus Cholesterin in Haut und Nieren selbst herstellen kann – sofern die Haut ausreichend Sonnenlicht ausgesetzt wird. Die Sonne ist also lebensnotwendig für Körper und Seele – abgesehen davon, dass ein leicht gebräunter Teint sichtbar attraktiver wirkt.

Mächtige Schattenseiten

Die Sonne birgt ein hohes Gefahrenpotenzial. Das weiss man eigentlich – dennoch wird es häufig vergessen. Ein Zuviel an UV-Strahlung beschädigt sowohl die pigmentbildenden Zellen dicht unter der Haut als auch die tieferliegenden Zellschichten. Die Folge sind ein schmerzvoller Sonnenbrand und ein unansehnlicher Hautschaden. Zudem steigt das Krebsrisiko bei zu intensiver UV-Bestrahlung und durch häufige Sonnenbrände signifikant. Nicht zu verachten ist auch die Tatsache, dass zu viel Sonne die Hautalterung beschleunigt – ein Grund mehr, das Sonnenlicht mit Vorsicht zu genießen.

Auf die richtige Dosis kommt es an

Ob am Strand oder im Garten: Man sollte stets auf den tagesaktuellen UV-Index achten. Dieser gibt an, wie schnell man einen Sonnenbrand bekommt. Prinzipiell gilt: Je höher der UV-Index, desto schädlicher die Strahlung und höher die Gefahr, einen Sonnenbrand zu bekommen. Die Skala reicht von 1 bis 10 und gilt international. Der von der WHO (Weltgesundheitsorganisation) festgelegte Index-Wert wird täglich vom Deutschen Wetterdienst herausgegeben. Je nach Intensität der UV-Strahlung sollte der Sonnenschutz entsprechend angepasst werden.

Im Schatten ist es gesünder

An einem schattigen Plätzchen ist es zwar deutlich angenehmer als in der prallen Sonne, dennoch wirkt die UV-Strahlung – sowohl auf die Stimmung als auch auf die Haut. Daher sollte man auch im Schatten keinesfalls auf Sonnenschutz verzichten. Übrigens: In Europa steigt jährlich das Hautkrebsrisiko um ca. 6%, weil sich Menschen nicht ausreichend vor
der UV-Strahlung schützen.

Vorbeugen ist besser als heilen

Cremes mit Lichtschutzfaktor sind als Sonnenschutz ideal geeignet. Es dauert circa 30 Minuten, bis die schützende Wirkung der Sonnenschutzmittel einsetzt, daher sollte man sich gleich morgens nach dem Aufstehen eincremen. So wird die Haut durch die angenehm duftende Sonnencreme nicht nur geschützt sondern gleichzeitig gepflegt und samtweich.

Wie viel Lichtschutzfaktor man benötigt – das heisst, wie viel länger man sich nach dem Eincremen in der Sonne aufhalten kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen, hängt vom individuellen Hauttyp (hell, mittel, dunkel) und von der jeweiligen Sonnenintensität ab. Mit einem Lichtschutzfaktor von 30 kann man sich 30-mal länger in der Sonne aufhalten als ohne Sonnenschutz. Es wird empfohlen, als optimalen Schutz einen Lichtschutzfaktor von mindestens 30 aufzutragen, bei Menschen mit heller oder roter Haarfarbe sogar 50. Achtung: Wasser spiegelt die Sonnenstrahlen und erhöht die Strahlung um bis zu 70 Prozent! Auch bei der Kleidung sollte man aufpassen: Nasser Stoff hat im Gegensatz zu trockener luftiger Bekleidung keine Schutzwirkung mehr. Beim Baden sollte man daher immer genügend trockene Sachen zum Wechseln dabei haben – und möglichst auch einen breitrandigen Strohhut und eine Sonnenbrille tragen.

Vernünftig Sonnenbaden – Genuss mit Mass

Fangen Sie mit kurzen Sonnenbädern von zehn Minuten an und steigern Sie diese langsam. Sollte es dennoch zu einem Sonnenbrand kommen, helfen Auflagen mit kaltem Wasser, Quark oder rohen, in Scheiben geschnittenen Kartoffeln – oder man behandelt die Haut mit wohltuendem Johannisöl. Bei Sonnenstich tun kalte Waschungen gut, Auflagen mit kaltem Wasser auf Kopf und Nacken, viel trinken (zuckerfreie Flüssigkeit) sowie Vitamin C.

Eva Tesar hat in Göttingen Philologie studiert. Seit über 20 Jahren arbeitet sie als selbständige Journalistin und PR-Expertin für Tourismus, Hotellerie, Gesundheit, Gourmet und Lifestyle. Eva Tesar lebt in Hamburg-Rotherbaum und arbeitet auch als Kommunikationscoach.

Kategorie: Balance, TOP Themen
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