Richtiges duschen verbessert die Gesundheit

Die meisten Menschen duschen täglich – manche (gerade im Sommer) sogar mehrmals – und halten die tägliche Dusche für eine eher banale Angelegenheit. Doch beim Duschen kann man so einiges falsch machen. Wer fragt sich schon, welche Temperatur die richtige ist, oder wann man am besten duscht und wie oft…?

Jeder Mensch verfügt über eine individuelle Hautbeschaffenheit, die sich mit zunehmendem Alter ändert, sowie über ein eigenes Herz-Kreislauf-Profil – so dass man keine allgemein gültigen Aussagen über das richtige Duschen treffen kann. Welches Duschen das jeweils geeignete ist und für ein Rundum-Wohlfühl-Erlebnis sorgt, muss daher jeder für sich durch einfaches Ausprobieren herausfinden.

Duschen nach dem Aufwachen?
Das morgendliche Duschen bringt den Herz-Kreislauf auf Trab. Wer einen Motivationsschub in den frühen Morgenstunden benötigt, sollte also nach dem Aufwachen duschen – und auf Kneipp’sche Wechselduschen (siehe unten) setzen.

Duschen vor dem Schlafengehen?
Eine warme Dusche in den Abendstunden beruhigt den Herz-Kreislauf und das Gemüt – und hilft beim Einschafen. Wer den täglichen Stress loswerden möchte, sollte daher abends duschen. Übrigens ist besonders für Allergiker eine Dusche am Ende des Tages empfehlenswert, da die gefährlichen Allergene abgeduscht werden und nicht im Bett landen.

Täglich duschen? Und wie lang?
Laut einer Studie duschen 66% der Deutschen jeden Tag – durchschnittlich elf Minuten lang. Gegen die tägliche Pflege spricht allerdings die Tatsache, dass beim Duschen langfristig der Fettsäureschutzmantel der Haut beschädigt wird – der auch durch anschliessendes Eincremen nicht wieder hergestellt werden kann. Wer dennoch auf seine tägliche Dusche nicht verzichten möchte, sollte möglichst kurz duschen – circa drei Minuten sind vollkommen ausreichend. Aus dermatologischer Sicht ist zwei- bis dreimal duschen pro Woche ideal.

Kalt duschen?
Vor allem im Sommer ist eine kalte Dusche kontraproduktiv, da man hinterher mehr schwitzt als zuvor. Der Grund: Unter der kalten Dusche sinkt die Körpertemperatur ab, die Blutgefäße verengen sich. An der Luft versucht der Körper die Temperatur der Umgebung wieder anzupassen – man schwitzt.

Generell sollte man das ganze Jahr über lauwarm duschen. Das öffnet die Hautporen ohne die Haut auszutrocknen. Im Winter muss man sich vielleicht ein wenig überwinden – jedoch ist die lauwarme Dusche gerade in den kalten Monaten wichtig, da die Haut durch die Heizungsluft und die warme Bekleidung schneller austrocknet. Das kühle Nass bringt Spannung für die Haut, so dass eine kalte Dusche auch Frauen mit Cellulitis empfehlenswert ist.

Wechselduschen – Kneipp’s Bestseller
Bei der Wechseldusche werden durch die kalt-warmen Reize des Wassers die Blutgefäße verengt bzw. geweitet. Dadurch hat das
Wechselduschen ausgesprochen positive und gesunde Wirkung für den gesamten Körper. Gerade jetzt im Winter wird dadurch das körpereigene Immunsystem gestärkt und grippalen Infekten und Erkältungen wird vorgebeugt. Ausserdem profitieren Stoffwechsel und der Herz-Kreislauf sowie das Gemüt von der Wechseldusche.

Beginnen sollte man bei der Wechseldusche mit warmem Wasser – um dann auf das kalte Wasser umzustellen. Das ist für den einen oder anderen inneren Schweinehund eine echte Herausforderung, die sich jedoch lohnt. Wer die Möglichkeit hat, stellt das Giesskannenprinzip der Dusche auf Strahl um.

Angefangen wird die Wechseldusche am weitesten vom Herzen entfern, also am rechten Fuss. Mit dem kalten Strahl arbeitet man sich an der rechten Aussenseite bis zur Hüfte vor. Zurück geht es dann über die Innenseite des Oberschenkels. Anschliessend ist die linke Seite dran.

Weiter geht es vom rechten Handrücken bis zur Schulter und am Innenarm entlang zur Handfläche zurück. Die selbe Prozedur erwartet nun den linken Arm.

Die Wechseldusche endet mit kaltem Wasser und sollte zweimal durchgeführt werden. Nach dem Duschen am besten schnell wieder aufwärmen. Bei Fieber oder Erkältung sollte man auf die Wechseldusche verzichten, denn diese wirkt nur vorbeugend.

 

 

Eva Tesar hat in Göttingen Philologie studiert. Seit über 20 Jahren arbeitet sie als selbständige Journalistin und PR-Expertin für Tourismus, Hotellerie, Gesundheit, Gourmet und Lifestyle. Eva Tesar lebt in Hamburg-Rotherbaum und arbeitet auch als Kommunikationscoach.

Kategorie: Wasser