Start in den Tag

So starten Sie perfekt in den Tag

«Morgenstund hat Gold im Mund» – wer kennt es nicht, das alte Sprichwort. Aber so manch jemand tut sich jeden Morgen schwer, aus dem Bett und in die Gänge zu kommen. Gerade jetzt, wo die Frühjahrsmüdigkeit vielleicht noch in den Knochen sitzt. Ein paar einfache Tipps können aber helfen, vital und mit frischer Energie in den Tag zu starten.

Ganz egal, ob die Sonne scheint und wie warm es schon ist – in den Frühlingsmonaten fühlen sich viele Menschen schlapp und antriebslos. Es gibt Schätzungen, wonach jede und jeder zweite Deutsche von der sogenannten Frühjahrs- oder Frühlingsmüdigkeit betroffen ist. Symptome sind nicht nur fehlende Energie, sondern auch Schwindel, Kopf- und Gliederschmerzen oder Kreislaufschwäche. Man fühlt sich also richtig krank.

Der Grund dafür? Unser Körper muss sich nach den kalten, grauen Wintermonaten erst wieder an Wärme und Licht gewöhnen. Der Hormonhaushalt verändert sich: Sonnenlicht sorgt für eine verstärkte Produktion des Glückshormons Serotonin. Davor, im Winter, war das Schlafhormon Melatonin dominierend. Diese Umstellung fordert dem Körper einiges ab. Und auch die mitunter großen Temperaturschwankungen haben einen Einfluss, weil sie sich auf den Blutdruck auswirken.

Was hilft nun also gegen die Frühjahrsmüdigkeit? Oder überhaupt, um beschwingt den Tag zu beginnen? Unser Tipp, halten Sie sich an Sebastian Kneipps Ratschläge:

  • Stress vermeiden: Sorgen Sie dafür, dass Sie ausgeglichen in den Tag starten, am besten mit einem Lächeln, denn dadurch wird im Körper automatisch Serotonin (wir erinnern uns: das Glückshormon) ausgeschüttet. Stehen Sie lieber zehn Minuten früher auf, um nicht hetzen zu müssen.
  • Gesundes Frühstück: Bereiten Sie sich ein vollwertiges Frühstück mit natürlichen, saisonalen und regionalen Produkten zu. Vollkorn, Milchprodukte, Obst und Gemüse ergeben eine gesunde Mischung. Das heißt beispielsweise Müsli mit Milch und Beeren oder Vollkornbrot mit Käse/Quark und Tomaten. Dazu trinken Sie Kaffee (in Maßen), Tee oder frisch gepressten Orangensaft.
  • Viel trinken: Allgemein können Sie Ihren Körper bzw. den Stoffwechsel bei der Umstellung von Winter auf Frühling mit reichlich Flüssigkeit unterstützen. Am besten eignen sich Wasser und ungesüßter Tee.
  • Frische Luft: Öffnen Sie am Morgen die Fenster und bewegen Sie sich draußen, so oft es geht. Um es mit Kneipp zu halten, empfiehlt sich besonders ein Barfuß-Spaziergang im Morgentau.
  • Armguss und Oberkörperwaschung: Es gibt viele einfache Kneipp-Anwendungen, die Sie zu Hause im Alltag integrieren können. Der Armguss mit kaltem Wasser (am besten in der Badewanne, sonst im Waschbecken) belebt und stärkt das Immunsystem. Beginnen Sie an der rechten Hand außen und führen Sie den Wasserstrahl bis zur Schulter. Hier warten Sie kurz, bevor Sie mit dem Wasser über die Innenseite des Arms zurück zur Hand gehen. Wiederholen Sie die Anwendung bei jedem Arm bis zu dreimal. Am Wochenende oder bei einer Erkältung können Sie die Oberkörperwaschung praktizieren. Das Schöne dabei: Sie können im Bett bleiben. Tauchen Sie ein Tuch in kaltes Wasser, beginnen Sie wieder bei der äußeren rechten Hand und waschen Sie in drei Zügen den ganzen Arm bis zur Schulter. Dasselbe machen Sie links. Dann folgen Hals, Brust, Taille und Nacken. Zwischendurch tauchen Sie das Tuch immer wieder neu ins Wasser. Am Ende trocknen Sie sich nicht ab, bleiben aber unter der Bettdecke und ruhen sich nochmals eine halbe Stunde aus.
  • Ausreichend Schlaf: Sorgen Sie dafür, genügend Schlaf zu kriegen. Denn Schlafmangel laugt aus und kann auf Dauer krank machen.
  • Eulen und Lerchen: Kennen Sie Ihren eigenen Biorhythmus? Fällt es Ihnen leicht, früh aufzustehen? Dann gehören Sie zu den Lerchen, die am Morgen am leistungsfähigsten sind. Oder sind Sie eher eine Eule, die erst am Nachmittag richtig in die Gänge kommt, dafür abends noch lange fit ist? Dann sollten Sie am Morgen – soweit möglich – eher Routineaufgaben erledigen und Störungen oder Hektik vermeiden. Denn auch die richtige Organisation sorgt dafür, das Leben (und vor allem die Energiereserven) in Balance zu halten. Ganz, wie Kneipp es schon lehrte.

Redakteurin
Bettina Bichsel

Kategorie: Balance, Kneipp