Rote Bete – Power-Booster für die Gesundheit

Rote Bete wird wegen ihrer wohltuenden Wirkung auf den menschlichen Organismus häufig als Quelle der Gesundheit bezeichnet. Die rote Wunderknolle enthält jede Menge gesunde Inhaltsstoffe – viel mehr als die meisten anderen Gemüsesorten. Wissenschaftlich eindeutig nachgewiesen ist unter anderem ihr positiver Einfluss aufs Herz, die Verdauung, das Gehirn und das Immunsystem. Bei den alten Römern galt sie zudem als Schönheitselixier. Fest steht: Wer regelmässig Rote Bete konsumiert, tut seinem Körper viel Gutes.

Rote Bete fand bereits vor 3.000 Jahren sowohl in der Küche als auch in der Medizin ihre Verwendung. Damals wurden jedoch nur die Blätter konsumiert. Erst in der Neuzeit hat man kulinarisch wie auch medizinisch auch die unterirdische Knolle entdeckt. Ursprünglich kommt die Pflanze übrigens aus dem Mittelmeerraum – von hier aus verbreitete sie sich zunächst in Europa und später bis nach Asien und Nordamerika.

Zurecht darf man behaupten, dass Rote Bete sowohl für die Gesundheit als auch für den Gaumen ein wohltuender Segen ist – und als klassisches Wintergemüse gerade im Herbst und Winter eine wahre Vitaminbombe ist: Rote Bete ist ein wichtiger Grosslieferant der Vitamine A, B, C, E sowie von Nährstoffen wie Eisen, Magnesium, Kalzium, Phosphor und Folsäure – ein absoluter Alleskönner, vergleichbar übrigens mit Ingwer.

Was alles in der roten Wunderknolle steckt:

1. Rote Bete gilt als Superfood für Herz und Gefässe
Rote Bete ist reich an Nitraten, die dafür sorgen, dass Blutgefäße entspannt und erweitert werden, so dass Sauerstoff sowie wichtige Nährstoffe besser transportiert werden können. Das wiederum führt dazu, dass der Blutdruck gesenkt wird. Amerikanische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass bereits ein Glas Rote-Bete-Saft am Tag den Blutdruck senken und die Herzleistung steigern kann.

2. Rote Bete senkt das Risiko von Herzkrankheiten
Durch die in der Roten Rübe enthaltenen Inhaltsstoffe Betanin, Folsäure und Eisen wird die Bildung der roten Blutkörperchen angeregt, gleichzeitig wird der Cholesterinspiegel gesenkt. Das schützt die Blutgefässe und beugt Herzinfarkt und Schlaganfall vor.

3. Rote Bete – natürliches Doping für die Ausdauer
Das in der Roten Bete enthaltene Nitrat kann Leistung und Ausdauer effektiv steigern – das haben wissenschaftliche Test ergeben. Durch die Senkung des Blutdrucks benötigt das Herz während der sportlichen Aktivität weniger Sauerstoff und wird dadurch weniger beansprucht. Ein Grund, warum bei vielen Profisportlern Rote Bete als Power-Booster täglich auf dem Ernährungsplan steht – beispielsweise als Saft aus vier bis fünf Knollen. Das Nitrat ist zwei bis drei Stunden nach der Einnahme am höchsten.

4. Rote Bete hilft beim Abnehmen und hebt die Stimmung
Gute Nachricht für alle, die ein Paar Pfunde loswerden wollen: Rote Bete regt den Stoffwechsel an und hilft die Fettpölsterchen schneller abzubauen. Gleichzeitig sorgt das Betanin, der die Knolle so intensiv rot färbt, für gute Laune. Zudem stimuliert Betanin auch die Funktion der Leber und schützt die Galle.

5. Rote Bete verbessert die Hirnfunktion
Das Stickstoffmonoxid erweitert auch im Gehirn die Blutgefäße. Studien ergaben, dass gerade bei älteren Menschen regelmäßiger Verzehr von Rote Bete zur Steigerung der Hirnfunktion und Konzentration führte.

6. Rote Bete tut der Verdauung gut
Balaststoffreiche Nahrungsmittel wie Rote Bete verbessern den Verdauungsprozess. Ein Glas Rote-Bete-Saft am Tag hilft, das Risiko von Verstopfungen zu senken.

Leckeres Rezept für Rote-Bete-Creme-Suppe
Zwei Rote-Bete-Knollen in einem Liter Wasser mit einem Esslöffel Essig und einem Teelöffel Kümmel weich kochen und kalt stellen. Eine Zwiebel klein schneiden, in Öl anbraten. Die Haut der Roten Bete abziehen, das Gemüse klein schneiden, zu den Zwiebeln geben und mit 250 ml Gemüsebrühe bei mittlerer Hitze aufkochen, anschliessend 250 ml Sahne hinzugeben, noch einmal kurz aufkochen und pürieren, mit Salz, Pfeffer und Petersilie abschmecken.

Tipp:
Die Inhaltsstoffe der Roten Bete bleiben am besten erhalten, wenn man die Knollen kühl und dunkel lagert. Roh oder als Saft liefert die Knolle die meisten Nährstoffe.

Vorsicht:
Rote Bete sollte man in Maßen verzehren, denn das enthaltene Nitrat kann zu Nitrit umgewandelt werden, das an der Bildung der krebserregenden Nitrosamine beteiligt ist. Wer anfällig für Nierensteine ist, sollte die Rote Bete am besten gar nicht zu sich nehmen.

Eva Tesar hat in Göttingen Philologie studiert. Seit über 20 Jahren arbeitet sie als selbständige Journalistin und PR-Expertin für Tourismus, Hotellerie, Gesundheit, Gourmet und Lifestyle. Eva Tesar lebt in Hamburg-Rotherbaum und arbeitet auch als Kommunikationscoach.

Kategorie: Ernährung