Trotz Zeitumstellung in Balance bleiben

Noch ist sie nicht ad acta gelegt, die Zeitumstellung. Ab kommendem Sonntag läuft das Leben wieder nach der Winterzeit, die Uhren werden frühmorgens um eine Stunde zurückgedreht. Damit der Biorhythmus nicht durcheinandergerät, hilft es, sich ein paar Tipps zu Herzen zu nehmen.

Die gute Nachricht vorweg: Die Umstellung von Sommer- auf Winterzeit ist für die meisten weit verträglicher als umgekehrt. Wir erhalten die im Frühling geraubte Stunde wieder zurück und können entsprechend länger schlafen oder die gewonnene Zeit anderweitig nutzen. Trotzdem kann es sein, dass Bio- und vor allem Schlafrhythmus aus dem Gleichgewicht geraten. Insbesondere, weil es durch die Zeitumstellung früher dunkel wird. Das bedeutet, dass der Körper auch eher damit beginnt, das „Schlafhormon“ Melatonin zu produzieren. Müdigkeit setzt entsprechend früher ein.

Wichtig ist, so bald wie möglich wieder einen für sich guten Rhythmus zu finden. Es kann helfen, am Samstagabend vor der Zeitumstellung etwas später als gewohnt zu Bett zu gehen. Nach der Umstellung können Schlaf- und Essenszeiten, aber auch alle anderen abendlichen Routinen wie Sport, Lesen oder Fernsehen zeitlich auch leicht nach vorne verschoben und damit in Einklang mit der natürlichen Melatoninproduktion gebracht werden.

Die früher einsetzende Dämmerung kann allerdings auch auf die Stimmung drücken. Sorgen Sie deshalb wann immer möglich dafür, tagsüber Sonnenlicht und frische Luft zu tanken. Darüber hinaus sind Kneipp-Güsse gut für Psyche, Immunsystem und Stoffwechsel. Direkt nach dem Aufstehen erfrischt beispielsweise ein Gesichtsguss mit kaltem Wasser. Dafür schrauben Sie am besten den Duschkopf ab, beginnen rechts an der Schläfe und lassen das Wasser über die Stirn nach links und wieder zurück fließen. Danach führen Sie den Wasserstrahl auf beiden Seiten drei Mal runter und wieder hoch und am Ende nochmals in drei Wiederholungen in Kreisen über das ganze Gesicht. Das Wasser wird am Ende nur leicht abgetupft. Der Guss hilft nicht nur gegen Müdigkeit, sondern stärkt auch das Herz und gilt als Schönheitselixier für die Haut.

Schließlich können wir über die Ernährung dafür sorgen, den Körper mit den wichtigsten Nährstoffen zu versorgen. Regionale Lebensmittel der Saison bieten dafür vielfältige Möglichkeiten. Um nur einige Beispiele zu nennen: Grünkohl enthält besonders viele Vitamine; frisch zubereitetes Sauerkraut ist dank probiotischen Wirkstoffen gut für den Darm; Birnen und Äpfel sind reich an Ballaststoffen und entsprechend wichtig für die Verdauung; Rote Bete enthält neben Vitaminen und Mineralstoffen das sogenannte Betain, das Leber und Galle, aber auch Blut- und Herzgefäße gesund hält; Kürbis liefert unter anderem Beta-Carotin, das im Körper zu Vitamin umgewandelt wird; und Walnüsse sind reich an Omega-3-Fettsäuren und Antioxidantien.

Und wann wird die Zeitumstellung nun tatsächlich abgeschafft? Nachdem sich in einer EU-weiten Internetbefragung eine Mehrheit der Teilnehmenden für eine Abkehr von Sommer- und Winterzeit ausgesprochen hatte, sprach sich auch das EU-Parlament in diesem Frühjahr für eine Abschaffung der Zeitumstellung aus. Ob das tatsächlich wie vorgesehen 2021 geschieht, ist allerdings fraglich. Dazu braucht es einen gemeinsamen Plan der Staaten. Und die Frage, ob nun ganz auf Sommerzeit oder doch auf Winterzeit umgeschaltet wird, scheidet die Geister.

Redakteurin
Bettina Bichsel

Kategorie: Balance, TOP Themen